Cloud VS Edge Computing in der Fabrik 4.0

Bastien TriclotCEO · ZOZIOLinkedIn

Mit dem IoT-Phänomen – dem Internet der Dinge – beobachten wir in den letzten Jahren eine massive Zunahme vernetzter Geräte.

Dies erzeugt ein enormes Datenvolumen und führt in der Folge zu einer Sättigung der Cloud, in der diese Daten verarbeitet werden.

Daher erleben wir das Aufkommen von Edge Computing.

Edge Computing und Cloud sind somit zwei komplementäre Konzepte.

Im Kontext der industriellen Digitalisierung ist es notwendig, beide zu verstehen, um zu wissen, wo und wie sie einzusetzen sind.

Wie funktioniert die Cloud?

Die Cloud umfasst zunächst alle Lösungen zur Fernspeicherung von Daten.

Anstatt auf Festplatten oder Speichermedien abgelegt zu werden, stehen die Daten auf riesigen, über das Internet zugänglichen Servern – den sogenannten Rechenzentren (Data Centers) – zur Verfügung.

Eine technologische Innovation: Edge Computing

Edge Computing ist eine Speicherlösung, die eine dezentrale Datenverarbeitung auf lokaler Ebene ermöglicht.

Die Daten können dann direkt von vernetzten Geräten, einem Computer oder einem Server verarbeitet werden.

Mit anderen Worten: Die Daten werden am Rand des Netzwerks verarbeitet – direkt dort, wo sie entstehen.

Die Notwendigkeit von Edge Computing für die Industrie 4.0

Bestimmte Industriebranchen sind auf eine nahezu sofortige Datenverarbeitung angewiesen. Doch mit der zunehmenden Auslastung der Rechenzentren kann Latenz entstehen.

Zur Lösung dieses Problems bietet Edge Computing eine geeignete Lösung für die Industrie.

Da die Daten kein weitläufiges Netzwerk mehr durchlaufen müssen, um die Cloud zu erreichen, besteht der Hauptvorteil dieser Alternative in der deutlichen Reduzierung der Latenz.

Edge Computing kann auch dann sinnvoll sein, wenn vernetzte Geräte über eine geringe Konnektivität verfügen.

Es ermöglicht zudem eine Kostensenkung durch Optimierung der Infrastrukturen und ist sehr nützlich für die Optimierung der Supply Chain.

Edge Computing und seine Grenzen

Edge Computing weist einige Nachteile auf, wie die steigende Anzahl von Geräten, die einen höheren Wartungsaufwand mit sich bringt.

Ebenso stellt das Hinzufügen weiterer Zwischenstufen zu einem ohnehin schwer verwaltbaren Cloud-Netzwerk eine Einschränkung des Edge Computing dar – es verkompliziert die bestehende Cloud-Architektur noch weiter.

Wie steht es um die Sicherheit?

Sicherheit ist ein Aspekt des Edge Computing, den es genauer zu beleuchten gilt.

Die Datensicherheit ist theoretisch am Rand des Netzwerks höher, da die Daten in der Nähe ihrer Quelle verbleiben.

Allerdings sind die Geräte am Netzwerkrand grundsätzlich anfälliger als Rechenzentren.

Maßnahmen wie Datenverschlüsselung und Zugangskontrolle sind daher für die Datensicherheit im Rahmen von Edge Computing unerlässlich.

Die Agilität der digitalen Transformation durch Zozio: lokales Netzwerk oder Cloud

Um den Anforderungen seiner Kunden bestmöglich gerecht zu werden, hat Zozio eine auf jede Infrastruktur anpassbare Lösung eingeführt – cloudbasiert wie auch lokal:

  • Zozio verbindet sich mit dem lokalen Server des Kunden
  • Zozio kann den öffentlichen Cloud-Server (SaaS) oder einen privaten Server (beim Kunden gehostet) nutzen

Bei der Datenspeicherung setzt unser Team das Hard-RAID-System ein, das Redundanz und Zuverlässigkeit der Daten gewährleistet. Die Daten werden im gesicherten Data Warehouse von Zozio gespeichert.

Edge Computing: Symbol der neuen industriellen Revolution

Edge Computing positioniert sich als Verbündeter der Cloud und begegnet den Herausforderungen hinsichtlich Verfügbarkeit, Reaktionsfähigkeit und Sicherheit des Informationssystems. Die digitale Transformation und der Rollout von 5G in der Industrie könnten das Wachstum von Edge Computing weiter fördern und vorantreiben.

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