Wie entwickeln sich die Trends der Industrie 4.0 in der Kosmetikbranche?

Bastien TriclotCEO · ZOZIOLinkedIn

Was sind die aktuellen Trends auf dem Kosmetikmarkt?

Die Kosmetikbranche entwickelt sich seit der Industriellen Revolution besonders schnell, und ein Trend löst den nächsten ab. Covid-19 hat die Gewohnheiten der Verbraucher stark beeinflusst: Während der Lockdowns schminkten sie sich weniger, nutzten aber mehr **Schönheitspflege**. So sind **Männer**, die bis dahin keinen nennenswerten Teil der Kosmetikkundschaft ausmachten, heute eine attraktive Zielgruppe.

Die Kosmetikbranche muss sich daher zweifellos auf **zahlreiche Veränderungen** einstellen. In den Unternehmen werden deshalb neue operative Strategien und neue Werkzeuge eingeführt, um ihre Entwicklungsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit zu steigern.

Eine Fallstudie: L’Oréal

Als Beispiel für dieses Streben nach Anpassungsfähigkeit zeigt uns L’Oréal, wie das Unternehmen die neuen Herausforderungen der Industrie 4.0 in der Kosmetikbranche meistert. Diese Herausforderungen, die sich um die neuen Verbraucher drehen, die **Produkte schnell und in voller Transparenz** erhalten möchten, umfassen:

  • Eine beschleunigte Produktentwicklung, um die Produkte so schnell wie möglich bereitzustellen,
  • **Vernetzte Produkte**, um eine bessere Rückverfolgbarkeit der Produkte zu gewährleisten und die Supply Chain zu optimieren,
  • **Agile und flexible Abläufe**, um schneller auf die Wünsche der Verbraucher zu reagieren,
  • Eine stärkere Personalisierung der Produkte, einer der großen aktuellen Trends,
  • **Zusatzleistungen**, gesteuert durch ein intelligentes Datenmanagement.

Diese Marketing-Herausforderungen ziehen **industrielle Herausforderungen** nach sich, um operative Exzellenz sicherzustellen. L’Oréal legt Wert darauf, seinen Mitarbeitenden ein Höchstmaß an Autonomie und Effizienz zu geben, und setzt auf Echtzeit-Werkzeuge für einen optimalen Datenfluss, die die Mobilität der Beschäftigten erleichtern, sowie auf lang- und mittelfristige Optimierungs- und Simulationswerkzeuge, um die vor Ort erfassten Daten zu verarbeiten und auszuwerten.

Welchen Stellenwert hat die Digitalisierung?

In diesem Kontext werden digitale Technologien **unverzichtbar**. **Big Data**, **künstliche Intelligenz**, das **IoT** (Industrial Internet of Things) und vernetzte Sensoren revolutionieren den Zugang zur Schönheit und bieten unbegrenzte Lösungen, um diese neuen Verbraucher zufriedenzustellen.

Digitale Technologien **optimieren** nicht nur die **industrielle Leistung** der Werke, sondern sind auch unumgänglich, um Produkte zu personalisieren und Bedürfnisse anzupassen. Dank Daten ist es beispielsweise inzwischen möglich, mit einer vertieften dermatologischen Analyse eine Hautdiagnose zu erstellen und so eine passende, maßgeschneiderte Pflegeroutine zu empfehlen. Die Personalisierung der Produkte entwickelt sich auch dank der Verarbeitung der erfassten Daten weiter, die es ermöglicht, klinische Fälle zusammenzutragen und atypische Haut besser zu behandeln.

**Augmented Reality** wiederum ist ein echtes Marketinginstrument, mit dem sich für Kunden spielerischere und praktischere Erlebnisse schaffen lassen.

Die Anwendungen neuer Technologien in der Kosmetikbranche sind nahezu unbegrenzt. Nachfolgend einige Beispiele für technologische Innovationen, die in den letzten Jahren Maßstäbe gesetzt haben:

  • Sephora hat einen vernetzten Store eröffnet, in dem man Selfie-Spiegel, Roboter, Verkaufsautomaten und vernetzte Sensoren findet.
  • L’Oréal bietet eine **App zum virtuellen Ausprobieren von Make-up** auf Basis von Augmented Reality an.
  • Zur Markteinführung seines Parfums „Manifesto“ hat Yves Saint Laurent einen Bildschirm eingesetzt, der Flakon und Umverpackung erkennt. Stellt man das Parfum auf den intelligenten Bildschirm, kann dieser die Informationen zum Parfum anzeigen.

Umweltfreundlichere Produkte

Digitale Werkzeuge sind nicht die einzigen bedeutenden Veränderungen in der Kosmetikbranche. Einer der wirkungsvollsten Trends betrifft die Ökologie. Kunden, insbesondere die jüngeren, suchen heute wirksame und umweltfreundliche Produkte mit transparenter Herstellung. Die Unternehmen sind daher gefordert, umweltverantwortlich zu wirtschaften, um Kunden zu gefallen, die immer genauer auf die Unternehmenspraktiken achten.

Dieser Trend hat die „Slow Cosmetics“ hervorgebracht, die auf kurze Lieferketten setzen und einen bewussteren Konsum mit ökologischen, gesunden und natürlichen Produkten fördern.

Wie wird man ein umweltverantwortliches Unternehmen?

Um die negativen Umweltauswirkungen dieser Praktiken zu verringern, verwendet die Kosmetikbranche für die Zusammensetzung ihrer Produkte zunehmend Rohstoffe, die ausschließlich aus ökologischen Lieferketten stammen. Zu einer umweltverantwortlichen Marke gehört außerdem, eine Landwirtschaft zu fördern, die die Biodiversität nicht zerstört, sowie Kunststoffverpackungen und Produkttransporte zu reduzieren. Manche Kosmetikunternehmen spenden zudem einen Teil ihres Umsatzes an Umweltorganisationen. Um die Umwelt zu schützen, müssen Kosmetikunternehmen außerdem ihren Wasser- und Energieverbrauch optimieren, den Eintrag von Produkten in die Natur begrenzen und mit Lieferanten zusammenarbeiten, die die **CSR**-Kriterien einhalten.

All diese Veränderungen können schwer umsetzbar erscheinen, doch die Initiativen einzelner Unternehmen spornen andere an, sich immer stärker für die Umwelt zu engagieren. Neben der ethischen und ökologischen Dimension ist ein umweltverantwortliches Engagement heute auch eine wirtschaftlich entscheidende Frage, da die Umweltkommunikation der Unternehmen in der Regel großen Einfluss auf den **Aktienkurs** hat.

Mehr über die Kosmetikindustrie erfahren!

Um auf wenigen Seiten alles über die verschiedenen Herausforderungen der Kosmetikindustrie zu erfahren, stellt Zozio Ihnen kostenlos unser Whitepaper mit exklusiven Inhalten zur Verfügung!

Jetzt aktiv werden

Vous n'arrivez pas à optimiser votre planning sur la semaine ?

Parlons-en — démonstration possible sur vos données en quelques jours.