Wie lässt sich der CO₂-Fußabdruck reduzieren und wie wird man ein engagiertes Unternehmen?

Bastien TriclotCEO · ZOZIOLinkedIn

Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung und die Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung

Die Klimastrategie eines Unternehmens ist ein bedeutender Wettbewerbsvorteil: Sie bringt nicht nur **erhebliche Einsparungen**, sondern verankert das Unternehmen auch in einem **Fortschrittsprozess**. Dieser Ansatz fügt sich in das Konzept der unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung ein, gemeinhin **CSR** genannt, das den Beitrag von Unternehmen zu den Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung beschreibt – sowohl im ökologischen als auch im sozialen und wirtschaftlichen Bereich.

In diesem Artikel erläutern wir anhand von Beispielen, mit welchen Maßnahmen sich der CO₂-Fußabdruck Ihres Unternehmens wirksam reduzieren lässt.

CO₂-Fußabdruck senken durch Abfallvermeidung und Recycling

Um den CO₂-Fußabdruck wirksam zu verringern, lohnt es sich stets, das **Abfallaufkommen zu begrenzen**. Papier und Wasser sind zwei Ressourcen, die in Unternehmen stark genutzt werden und deren Verbrauch sich einschränken ließe.

Papier ist in Frankreich der größte Büroabfall. Der verwendete Rohstoff – Holz – stammt aus Abholzung, und seine Herstellung ist sehr wasserintensiv, sodass der CO₂-Fußabdruck alles andere als vernachlässigbar ist. Abhilfe schaffen folgende Maßnahmen:

  • Ausdrucke begrenzen und Tintenpatronen recyceln,
  • Recyclingpapier verwenden,
  • Papierblätter beidseitig nutzen,
  • Schmierpapier verwenden.

Ebenso möglich und empfehlenswert ist es, den **Wasserverbrauch zu senken**. Das Unternehmen L’Oréal, vom NGO CDP bei den kohlenstoffarmen Investitionen mit „A“ bewertet, setzt auf „trockene Fabriken“. An diesen Produktionsstandorten wird das verbrauchte Wasser ausschließlich für die Zusammensetzung der Produkte oder für den menschlichen Verbrauch verwendet. Das für industrielle Prozesse wie die Tankreinigung genutzte Wasser wird aufbereitet und für andere Prozesse vor Ort wiederverwendet. Eine trockene Fabrik ist heute dank hocheffizienter Technologien zur Abwasserreinigung möglich, etwa **Ultrafiltration**, **Umkehrosmose** oder **Verdampfungskonzentration**.

Öffentliche Verkehrsmittel fördern und Geschäftsreisen begrenzen

Der Verkehr trägt erheblich zu Umweltbelastungen und **Treibhausgasemissionen** bei. Unternehmen können ihren CO₂-Fußabdruck senken, indem sie **öffentliche Verkehrsmittel** fördern oder in eine **gemeinsam genutzte Fahrzeugflotte** investieren. Um den Verkehr indirekt zu begrenzen, kann zudem **Homeoffice** eingeführt werden, zumindest an einigen Tagen pro Woche. Mit einem leistungsfähigen Videokonferenzsystem lassen sich außerdem Geschäftsreisen, die oft sehr viel Kerosin verbrauchen, drastisch reduzieren.

**Metron**, ein Unternehmen, das intelligente Systeme zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks von Industrien entwickelt, setzt genau dafür innovative Technologien zur **Dekarbonisierung des Verkehrs** ein. Sein KI-System erfasst Daten zum Fahrzeugverbrauch, um den massiven Umstieg des Verkehrs auf Elektromobilität zu steuern und ein effizientes Laden zu ermöglichen, was den Gesamtenergieverbrauch drastisch senkt

Kurze Lieferketten bevorzugen

Um bei Transaktionen das Aufkommen großer CO₂-Mengen zu begrenzen und so den CO₂-Fußabdruck drastisch zu senken, ist es zudem wichtig, **kurze Lieferketten** zu bevorzugen und auf **Partnerschaften auf lokaler Ebene** zu setzen.

Diese Strategie verfolgt **Danone**, das bis 2025 Zutaten ausschließlich aus der französischen regenerativen Landwirtschaft beziehen möchte. Dieses Vorgehen ist Teil seines Ziels der **Klimaneutralität**.

Weitere Lösungen unterschiedlicher Art

Es gibt weitere Möglichkeiten, den CO₂-Fußabdruck zu begrenzen. Dazu zählt die **CO₂-Kompensation**, also Initiativen wie **Wiederaufforstung** oder **Agroforstwirtschaft**, die durch die Wiederherstellung von Ökosystemen die Bindung von Kohlenstoff ermöglichen.

Empfehlenswert ist auch, den **Energieverbrauch zu begrenzen**, indem man vorrangig einen Laptop statt eines Desktop-Rechners nutzt oder auf **Multifunktionsgeräte** zurückgreift. Am wirkungsvollsten ist der Wechsel von fossiler Energie zu **grüner Energie**, sofern noch nicht geschehen. Um die Energieeffizienz in der Industrie zu verbessern, ist zudem ein **Energieaudit** sehr nützlich, um eine bessere energetische Leistung zu erzielen.

Ebenso gehören der Kampf gegen die geplante Obsoleszenz und ein bewusster Umgang mit dem Internet zu den Empfehlungen. Zu den konkreteren Tipps zählen:

  • Nur unverzichtbare E-Mails aufbewahren,
  • Überflüssige Newsletter abbestellen,
  • Empfänger auf das unbedingt Nötige beschränken,
  • Sich die Zeit nehmen, Anfragen sorgfältig zu formulieren

Ein Kreislaufmodell einführen

Das heute umfassendste Ziel besteht letztlich darin, Waren und Dienstleistungen zu erzeugen und dabei den Verbrauch und die Verschwendung von Rohstoffen sowie nicht erneuerbaren Energiequellen zu begrenzen. Dieses Ziel lässt sich erreichen, indem man „im Kreislauf“ wirtschaftet und so den Begriff „Abfall“ abschafft. Das nennt man **Kreislaufwirtschaft**. Jedes Unternehmen kann durch sein eigenes Management zur Einführung eines Kreislaufsystems beitragen.

Manchmal genügt die CSR-Strategie jedoch nicht mehr, um spürbare Fortschritte zu erzielen. Angesichts eines **systemischen Hemmnisses** fällt es Unternehmen mitunter schwer, über Absichtserklärungen hinauszukommen und sich nachhaltig zu engagieren. Dann kann es nötig werden, den **„Unternehmenszweck“ neu zu definieren**, um die Governance weiterzuentwickeln.

Wenn Sie sich auf diese Empfehlungen stützen und Strategien vertiefen, die zu Ihren Prozessen passen, können Sie Leistung und nachhaltige Entwicklung miteinander in Einklang bringen.

Jetzt aktiv werden

Vous n'arrivez pas à optimiser votre planning sur la semaine ?

Parlons-en — démonstration possible sur vos données en quelques jours.