Die physische und die digitale Welt müssen sich gemeinsam weiterentwickeln – das stellt Industrieunternehmen vor eine große Herausforderung.
IBM hat eine Brücke zwischen diesen beiden Welten geschlagen und setzt auf technologische Innovation und digitale Transformation. Im Hauptsitz von IBM France in Bois-Colombes wurde das FabLab gegründet – ein Raum, der der Entwicklung innovativer Lösungen für die Industrie gewidmet ist.
Wir haben Christophe Laurence, Business Development Executive im FabLab von IBM, getroffen, um seine Vision von Industrie 4.0 kennenzulernen.
Ein sich wandelndes externes Umfeld
Christophe Laurence stellt fest: Die Industrie steht derzeit vor vielfältigen Veränderungen. Die Bedürfnisse der Verbraucher haben sich gewandelt. Dieses Phänomen, verstärkt durch die Covid-19-Krise, zeigt den Bedarf an Veränderungen auf mehreren Ebenen seitens der Industrieunternehmen.
Neue Herausforderungen gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung, darunter Umweltschutz und umweltverantwortliche Produktion. Industrieunternehmen arbeiten verstärkt mit lokalen Partnern zusammen, um die Umwelt besser zu schonen und das industrielle Netzwerk zu stärken. Für Christophe Laurence trägt die Industrie auch gesellschaftliche Verantwortung.
Gleichzeitig kämpft die Branche, die sich erneuern will, mit der Personalgewinnung. Wie Christophe feststellt, hat die Industrie Schwierigkeiten, junge Kandidaten anzuziehen, was die Zurückhaltung gegenüber dem Wandel noch verstärkt. Die Industrieunternehmen müssen daher neue Wege finden, um neue Fachkräfte zu gewinnen.
„Die Fabrik gilt bei den neuen Generationen nicht als erstrebenswertes Ziel."
In diesem Kontext müssen Industrieunternehmen ihre digitale Transformation vorantreiben, die damit zur Antwort auf Leistungs-, gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen zugleich wird.
Die geschäftlichen Herausforderungen der Industrie
Die Rolle von Christophe Laurence bei IBM im FabLab besteht darin, Unternehmen Angebote im Bereich Industrie 4.0 zu vermitteln. Als Spezialist für Technologie und Innovation setzt er sich täglich mit den Problemstellungen der Industrie auseinander, um ihnen bestmöglich zu begegnen.
Das Ziel von Christophe: anpassungsfähige und skalierbare Lösungen anzubieten, die sowohl den Kundenbedürfnissen und ihren geschäftlichen Herausforderungen gerecht werden als auch die Akzeptanz der Anwender gewinnen.
FabLab: Wo Industrie und digitale Welt aufeinandertreffen
Die Aufgabe des FabLab ist es, das Digitale mit der Industrie zu verbinden. In diesem Raum rekonstruieren die IBM-Teams gemeinsam mit Partnern die realen Bedingungen der Fabrik, um deren Prozesse durch Innovationen zu verstehen und zu optimieren.
Das Fablab ist darauf ausgerichtet, der industriellen Umgebung so nah wie möglich zu sein. So befinden sich in den Räumlichkeiten Maschinen wie Abfüllanlagen, ein autonomer Roboter sowie Steuerungen verschiedener Hersteller, wie man sie in der Fertigung antrifft. Die bereitgestellten digitalen Tools ermöglichen es, „die Aufgaben der Mitarbeiter und Techniker besser zu verstehen, zu diagnostizieren und zu antizipieren".
Ein Integrationsbeispiel: Zozio im FabLab von IBM
IBM geht Partnerschaften mit wichtigen Akteuren der vernetzten Fabrik ein, um innovative Lösungen zu entwickeln. Ein konkretes Beispiel: die Integration der Zozio-Lösung in das FabLab von IBM.
Die Zozio-Lösung ist eine anpassbare und einfach zu konfigurierende Plattform, die auf Badges basiert, die an Industrieanlagen angebracht werden und diese so in Echtzeit lokalisieren.
Die Lösung ermöglicht es, Materialflüsse und Bestände zu optimieren, die Rückverfolgbarkeit von Anlagen zu verbessern und die Mitarbeitenden zu entlasten, indem repetitive Aufgaben automatisiert werden.
Die in die Lösung integrierten Algorithmen für Künstliche Intelligenz und Machine Learning ermöglichen eine prädiktive Analyse der Logistik, die Verwaltung von Störungen sowie die Erkennung von Anomalien. Die Lösung kann zudem mit weiteren Innovationen gekoppelt werden, um Transparenz über sämtliche industrielle Prozesse zu gewährleisten.
Die Zusammenarbeit zwischen IBM und Zozio
Das Ziel der Zusammenarbeit zwischen IBM und Zozio ist es, die Lösung des Start-ups zu testen und sie anschließend in das Angebot des Konzerns zu integrieren. Dazu wurden die Plattform von Zozio sowie Geolokalisierungs-Badges im FabLab getestet.
Die Integration von Zozio schreitet gut voran: Ihr Einsatz in den Industriestandorten wird laut Christophe Laurence einen „starken Return on Investment" erzielen.
Agilität und Anpassungsfähigkeit: die Schlüsselelemente der Leistung
„Jede Industriebranche, jeder Standort und jedes Unternehmen hat unterschiedliche Anforderungen", betont der Business Developer Executive.
Zozio zählt zu den Unternehmen, die eine agile Lösung anbieten – vor allem dank seiner Reaktionsfähigkeit bei der Entwicklung und Einführung dieser Lösung. Eine Stärke für ein Unternehmen, das sein Angebot flexibel gestaltet und jedem Kunden eine maßgeschneiderte Antwort liefert.
Im Bereich Performance ist Konnektivität für die Agilität der Fertigungslinien eines der im FabLab behandelten Themen. Zozio ist dabei ein integraler Bestandteil – durch seinen Einsatz gegen logistische Reibungsverluste und für die Optimierung der Materialflüsse innerhalb der Fertigung.
Die Fabrik von morgen: vernetzt und menschenzentriert
Für die Zukunft stellt sich Christophe Laurence gerne eine „angenehme" Fabrik vor, in der die Arbeit Freude macht. „Die Industrie muss sich zum Wohl der Mitarbeiter modernisieren", betont er.
Die Zusammenarbeit zwischen Zozio und IBM im FabLab zeigt den Willen innovativer Unternehmen, sich eng an den Bedürfnissen der Industrie auszurichten und den Menschen in den Mittelpunkt des Werks zu stellen.
Christophe Laurence äußert sich positiv und erklärt, er sei „froh über die Zusammenarbeit mit Zozio".
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